Spezialrohstoffe – Hintergründe, Studien, Mehrwert

Spezialrohstoffe – Hintergründe, Studien, Mehrwert

Spezialrohstoffe mit Funktion„, so lautet unser Motto seit vielen Jahren. Futterrohstoffe dienen nämlich nicht allein der Nährstoffversorgung. Viele primäre Nährstoffe haben entscheidende sekundäre Eigenschaften im Organismus der Tiere. Die Rohstoffaufbereitung bzw. das Herstellungsverfahren hat großen Einfluss auf die Verdaulichkeit und die funktionalen Eigenschaften von Futtermittelrohstoffen.

Moderne Fütterungskonzepte erfordern eine große Sorgfalt bei der Rohstoffauswahl. Neben der Produktsicherheit sind daher für uns bei NOACK Kriterien wie eine hohe Nährstoffdichte, eine exzellente Verdaulichkeit, weitgehend reduzierte antinutritive Faktoren sowie mögliche gesundheitsstabilisierende und leistungsfördernde Eigenschaften entscheidend bei der Wahl der angebotenen Futtermittel.

Für die leistungsgerechte Fütterung hat außerdem die Darmgesundheit einen bedeutenden Stellenwert, da nur so ein gutes Absorptionsvermögen des Darms sichergestellt ist. Das hohe genetische Potential moderner Zuchtlinien kann nur unter optimalen Bedingungen ausgeschöpft werden. Je nach Tierart, Lebensabschnitt und Produktionsziel empfehlen wir geeignete Einzel- und Ergänzungsfuttermittel sowie Rohstoffe mit speziellen Funktionen.

Bereits in der Jungtierfütterung werden mit der geschickten Auswahl der Protein-, Fett- und Kohlenhydratträger die Weichen für gesundes Wachstum gestellt. Ausgesuchte Säuremischungen zur zielgerichteten Krankheitsprophylaxe und für eine optimale Verdauung sowie sekundäre Pflanzenstoffe (ätherische Öle, Polyphenole) und Präbiotika (Pektine, Inulin, FOS) ergänzen sinnvoll die angebotenen Nährstoffkomponenten und verbessern die effiziente Nährstoffausnutzung und steigern die Profitabilität.

Mit unseren Spezialrohstoffen unterstützen wir Sie bei der Konzeption von Futterlinien mit Alleinstellungsmerkmalen. Werden Sie unterscheidbar.

Sprechen Sie uns an.

Spezialrohstoffe mit Funktion:

Sojaproteinkonzentrat – Besser als Sojaschrot/-feinmehl in der Jungtierfütterung

Seit Jahrzehnten wird Soja in Form von Sojamehl und Sojaextraktionsschrot vor allem in Schweine- und Geflügelfutter eingesetzt. Dabei liegt der entscheidende Fokus auf dem günstigen Nährstoffprofil und der für pflanzliche  Proteinträger hohen Verdaulichkeit. Sojabohnen enthalten bekanntlich aber auch antinutritive Faktoren (ANF) die sich nicht nur negativ auf die Verdaulichkeit auswirken. Das Verfüttern von unbehandeltem oder von gering verarbeitetem Sojaprotein führt bei Jungtieren nachweislich zu negativen morphologischen und physiologischen Veränderungen im Darm und kann zu einer übersteigerten Immunantwort führen.

Sojaproteinkonzentrat bietet eine exzellente Verdaulichkeit und enthält nur eine minimale Menge an antinutritiven Faktoren.

Die antinutritiven Faktoren lassen sich in thermolabile und thermostabile Komponenten unterteilen.

Der bekannteste ANF ist der Trypsininhibitor, welcher durch eine thermische Behandlung relativ leicht zu inaktivieren ist. Andere ANF wie die Oligosaccharide Raffinose und Stachiose (spezifische Nicht-Stärke-Polysaccharide) sowie die antigenen Proteine Glycinin und β-Conglycinin sind sehr thermostabil.

Thermische Prozesse wie Toasting, Dampf-Konditionierung und Extrusion oder eine Fermentation von Sojaschrot bringen keine ausreichende Reduzierung der thermostabilen antinutritiven Faktoren vor dem Hintergrund der Verwendung in der Jungtierfütterung.

Durch das mehrstufige Herstellungsverfahren von SPC erhöht sich nicht nur dessen Proteingehalt relativ zum HP48-Schrot um +28,5% sondern es werden gleichzeitig die ANF auf ein Minimum reduziert. Die massive ANF-Reduktion ist ein entscheidender Beitrag zur durchschnittlich um +8% höheren Verdaulichkeit gegenüber HP48.

Im Herstellungsprozess von Sojaproteinkonzentrat werden im ersten Schritt die Sojabohnen geschält, aufgebrochen, konditioniert und flockiert. Anschließend wird das Produkt durch Hexanextraktion entölt. Das Hexan wird kontrolliert abgedampft. Soweit entspricht der SPC-Ablauf der Herstellung von Sojaextraktionsschrot. Für das Schrot erfolgt nun die Inaktivierung der hitzelabilen ANF (Trypsininhibitor) durch Toasting. Beim Sojaschrot gibt es ein größeres Risiko für Proteindenaturierung durch Maillard-Reaktion aufgrund des höheren Kohlenhydratgehaltes gegenüber SPC.

Im SPC-Verfahren wird im folgenden Schritt eine Ethanolextraktion durchgeführt, wodurch auch die hitzebeständigen ANF weitestgehend aus dem Sojaproteinkonzentrat entfernt werden. Die Entfernung der löslicher Kohlenhydrate und der NSP-Oligosaccharide sowie von Glycinin und β-Conglycinin führt zu einer signifikanten Erhöhung des Nährwerts und der Verdaulichkeit. Am Ende der SPC-Herstellung erfolgt die Hitzebehandlung zur Inaktivierung des Trypsininhibitors. Durch die zuvor erfolgte Auswaschung der löslichen Zucker kommt es beim Toasten des SPC nur zu einer geringen Denaturierung der wertvollen Aminosäuren durch Maillard-Reaktion.

SPC unterscheidet sich also deutlich von Sojaschrot/-mehl, da es nur noch Spuren der schädlichen Oligosaccharide und der antigenen Substanzen Glycinin und β-Conglycinin enthält und allgemein die biologische Proteinverdaulichkeit höher ist. Somit kann es uneingeschränkt für den Einsatz in Milchaustauschern und Jungtierfuttern für Kälber, Ferkel, Küken sowie Pelztiere und in der Aquakultur empfohlen werden.

Qualität von Sojaproteinkonzentrat

Es ist wichtig zu wissen, dass durch die Ethanolbehandlung die Löslichkeit der Proteine spürbar reduziert wird. Dies liegt in der Veränderung der strukturellen Konformation der Proteine begründet und nicht in einer Denaturierung der Aminosäuren. Durch die teilweise Linearisierung der Aminosäureketten werden diese sogar schneller enzymatisch abbaubar. Im Gegenzug können der KOH- und PDI-Test nicht zur Beurteilung der Qualität von Sojaproteinkonzentrat herangezogen werden. Der niedrige Gehalt an antinutritiven Faktoren und eine hohe Lysin-Verdaulichkeit können als Maßstab herangezogen werden.

Hier gelangen Sie zu unseren Sojaproteinkonzentraten.

NPC Start 56 in der Jungtierfütterung - Verdauliches Protein vs. Rohprotein

Viele Futterhersteller kalkulieren immer noch mit den Rohproteinkosten pro Prozent Protein bei der Futterformulierung. In einigen Ländern schreiben nationale Vorschriften sogar einen Mindest-Rohproteingehalt in den Tierfutterformulierungen vor. Doch wie sinnvoll ist dieser Betrachtungsansatz überhaupt?

Nur ein Teil des Rohproteins ist verwertbar. Der Rohproteinwert gibt keinerlei Hinweis auf den Nährwert eines Proteins, weshalb diese Zahl für die Bewertung in der Formulierung ungeeignet ist. Der Nährwert eines Proteins hängt ursächlich von der Zusammensetzung der enthaltenen Aminosäuren ab. Monogastrische Tiere benötigen schließlich Aminosäuren und kein Rohprotein. Da Lysin und Methionin die erstlimitierenden Aminosäuren sind, wird Rohprotein traditionell so hoch kalkuliert, dass es der Aminosäureanforderung weitgehend entspricht. In Ferkelrationen lagen in der Vergangenheit die empfohlenen Rohproteingehalte für Pretarter bei 20-23% und in Starterfuttern bei 18-20% Rohprotein. Dies diente nur dazu, die gewünschten Aminosäurespiegel zu erreichen. Eine Erhöhung des Gesamtproteins, ohne Berücksichtigung des Aminosäureprofils, führt jedoch schnell zu einer Überversorgung mit Protein und begünstigt Durchfälle. Aus diesem Grund wird eine proteinarme, auf Aminosäureebene formulierte Diät als Präventionsfaktor für Ferkeldiarrhoe empfohlen.

NPC Start 56 setzt genau hier an. Das pflanzliche Proteinkonzentrat wurde konzipiert um ein dem Fischmehl ähnliches, vorteilhaftes Aminosäuremuster bereitzustellen.  NPC Start 56 entspricht den Bedürfnissen des Tieres und kann das Auftreten von Durchfällen verringern.

Nur ein Teil des Proteins und freie Aminosäuren sind für Monogastrier verdaulich. Der unverdaute Teil gelangt zusammen mit den körpereigenen Abfallstoffen in den Dickdarm. Die prozentuale Verdaulichkeit gibt an, wie effizient ein Tier eine Proteinquelle für das Wachstum ausnutzen kann – je näher an 100%, desto effizienter. Insbesondere bei Jungtieren sollten hochverdauliche Rohstoffe verwendet werden,  da die maximale Verdaulichkeit in dieser frühen Entwicklungsphase des Darms noch merklich reduziert ist. Der unverdauliche Proteinanteil ist sogar ein Problem! Rohprotein wird aus Gesamtstickstoff berechnet. Es gibt aber auch Nicht-Protein-Stickstoff (NPN), bei dem es sich um Harnstoff, Nitrite, Nitrate, biogene Amine und Ammoniak handeln kann, welche überwiegend eine negative, teils toxische Wirkung auf das Tier haben.

Die NPN-Fraktion macht durchschnittlich 10% des Rohproteins aus. Unverdauliches Protein sollte weitestgehend vermieden werden, da dieses im Dickdarm proteolytische Bakterien und Parasiten fördert. Clostridien zum Beispiel können dieses überschüssige, unverdaute Proteinmaterial nutzen. Weniger unverdautes Protein im Dickdarm begrenzt das Wachstum von Clostridien und anderen schädlichen Bakterien. Kurz gesagt, eine höhere Verdaulichkeit liefert weniger unverdautes Protein für das Wachstum von „schlechten“ Bakterien, was zu einer geringeren Toxin-Produktion, weniger Durchfall, einer verbesserten Darmgesundheit und allgemein gesünderen Tieren beiträgt. Eine hohe Verdaulichkeit ist erwünscht, um die Inzidenz von Durchfallerkrankungen zu senken.

Zusammenfassend ist die Kenngröße Rohprotein sowohl aus ernährungsphysiologischer als auch aus Sicht der Nährstoffeffizienz und Ressourcenschonung ein ungeeigneter Parameter. Eine effiziente, gesundheitsfördernde Futterformulierung ist für Antibiotika-Reduktionsprogramme von entscheidender Bedeutung. Der Begriff Rohprotein ist sogar irreführend, da er quantitative Fehler enthält, die sich auf die Berechnung anderer Nährstofffraktionen auswirken. Die Formulierung anhand von Rohprotein führt zu einem erhöhten Risiko für schädliche Stoffwechselverbindungen und begünstigt eine Disbiose der Darmflora und eine schlechte Darmgesundheit. Außerdem spiegelt Rohprotein nicht die Qualität eines Proteins wieder (d.h. dessen Aminosäuregehalt und Verdaulichkeit). Statt dessen sollten besser Informationen zur Verdaulichkeit und zum Aminosäureprofil für die Futterkonzeption genutzt werden.

NPC Start 56 ist ein helles, mikronisiertes, pflanzliches Proteinkonzentrat (<200µm) mit 56% XP auf Basis von Weizengluten, Erbsenproteinkonzentrat, Kartoffel- und Sojaprotein. Das Produkt eignet sich durch seine ausgesprochen hohe Verdaulichkeit von 98,9% (*in-vivo Versuch, University of Illinois) besonders für Ferkelprestarter und Aufzuchtfutter sowie für den Einsatz in Kükenstarterfuttern. Die hohe Verdaulichkeit bedeutet gleichzeitig, dass der Anteil unverdauliches Protein kleiner 1% ist.

Das vorteilhafte Aminosäureprofil und die deutlich höhere Verdaulichkeit machen NPC Start 56 (verdaul. XP = 55,38%) absolut gleichwertig zu einem Sojaproteinkonzentrat mit 60% XP (verdaul. XP = 55,32%).

Vollei - Umami und Immunglobuline im Ferkelfutter

Tierische Proteinträger werden seit vielen Jahren im Ferkelfutter eingesetzt, sind aber auch in Starterfuttern für Mastgeflügel zu finden. Hinter dem Einsatz stehen verschiedene Strategien. Neben dem attraktiven Umami-Aroma zur Steigerung der Futteraufnahme haben Produkte wie PlasmaMukosahydrolysat oder Volleipulver interessante gesundheits- und wachstumsfördernde Aspekte. Beim Plasma steht vor allem dessen Gehalt an Immunglobulinen im Vordergrund. Für Mucosa spricht die hohe Konzentration von freien Aminosäuren und Oligopeptiden. Der zunehmende Einsatz von Plasma und Mukosahydrolysat im Bereich der Heimtiernahrung führt aber zunehmend zu einer knappen Verfügbarkeit und oft unattraktiven Preisen für den Nutztierbereich.

Volleipulver ist eine ökonomisch interessante Alternative mit sichtbaren Gesundheitseffekten

Vollei ist ein physiologisch und gesundheitlich wertvolles Futtermittel mit einer sehr hohen biologischen Verdaulichkeit von Proteinen und Fetten. Bei der Auswahl von Eipulver für die Jungtierfütterung muss aber unbedingt auf den Gehalt an biogenen Aminen geachtet werden. Wird Eipulver aus Überschussbeständen, Brucheiern oder Supermarktrückläufern hergestellt, kann dieses aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses stark mit biogenen Aminen belastet sein. In Abhängigkeit von der Konzentration führen biogene Amine zu physiologischen Störungen, einer Förderung entzündlicher Prozesse und zu Durchfällen mit erhöhter Mortalität.

Die von uns angebotenen Volleiprodukte aus unbefruchteten Bruteiern („Schiereier“) sind immer frisch hergestellt und haben kurze Wege. Die Elterntiere unterliegen einem umfassenden Impfregime und deren Eier weisen daher besonders hohe Gehalte an Immunglobulinen (IgY) auf. Gesundheitsfördernd sind aber auch die enthaltenen antimikrobiellen Proteine wie z.B. Lysozym.

Für Eiprodukte gibt es, obwohl KAT3, keine Spezies-, Verarbeitungs- oder Lagerbeschränkungen.

Der Einsatz von Vollei konnte wiederholt die Inzidenz und Schwere von Durchfällen bei Ferkeln und Kälbern reduzieren. In einem Praxisversuch bei Absetzferkeln zeigte Volleipulver aus „Schiereiern“ innerhalb von vier Tagen vergleichbare Ergebnisse bei der Reduktion starker und mittelstarker Absetzdurchfälle wie ein Antikörperprodukt aus Eiern spezifisch immunisierter Hennen.

Amerikanische Praxisversuche mit Volleipulver aus „Schiereiern“ zeigten besonders bei früh-abgesetzten Ferkeln einen Rückgang der Mortalität und eine bessere Futteraufnahme und Gewichtsentwicklung. Diese Versuche mit 16 Tage alten Ferkeln belegen enorm bessere Tageszunahmen und Futterverwertung in den ersten Wochen im Flatdeck. Die Autoren begründen dies mit der exzellenten Verdaulichkeit des Volleipulvers und einem stabileren allgemeinen Gesundheitsstatus der Ferkel.

Hier gelangen Sie zur Produktseite Vollei.

Hefen in der Tierernährung - Vielfältige Effekte nachgewiesen

Hefe ist ein multifunktionales Futtermittel welches parallel ein geschmacklich attraktiver Proteinträger ist. Neben dem tierähnlichen Aminosäuremuster liefert Hefe viele physiologisch interessante Inhaltsstoffe. Darunter sind Vitamine, organisch gebundene Spurenelemente, Nukleotide und spezifische Kohlenhydrate (Mannane/Glucane) aus der Hefezellwand. Die Gehalte der unterschiedlichen Inhaltsstoffe können durch die Wahl des Hefestammes, die Vermehrungsbedingungen und das angebotene Substrat in einem gewissen Maße beeinflusst werden. Gezielt vermehrte Vollhefen unterscheiden sich in den  Inhaltsstoffen nur marginal von Hefen aus der Bierproduktion. Sie bieten aber einen spürbaren Preisvorteil.

Hefe hat, u.a. durch den hohen Gehalt an Glutaminsäure, einen sehr attraktiven Geschmack. Als Ersatz für tierisches Protein in Ferkelfuttern bietet eine Vollhefe wie NOAYeast SC bei höheren Dosierungen sogar einen Vorteil gegenüber Bierhefe, da kein bitterer Hopfenextrakt vorhanden ist. Für spezifisch vermehrte Kulturhefen wurden wiederholt gesundheits- und leistungsstabilisierende Effekte bei unterschiedlichen Nutztierspezies nachgewiesen.

Vollhefe bedeutet, dass unsere inaktivierte, getrocknete Saccharomyces cerevisiae sämtliche Inhaltsstoffe des Zellsaftes und Zellwandkomponenten enthält. Hefezellen aus dem Brauprozess sind vielfach lysiert wodurch die löslichen Inhaltsstoffe mehrheitlich im Bier verbleiben.

Durch den kontrollierten Herstellungsprozess und die schonende Verarbeitung von NOAYeast SC wird eine hohe Verdaulichkeit der qualitätsbestimmenden Inhaltsstoffe gewährleistet. Die Thermoinaktivierung nach der Vermehrung wird sehr schonend durchgeführt und induziert eine teilweise Autolyse der Hefezellen. Durch einen modernen, zweistufigen Trocknungsprozess wird eine größere Denaturierung vermieden und die hohe Verdaulichkeit erhalten. Die wertvollen Inhaltsstoffe der Hefe gelangen so größtenteils in der nativen Form in das Produkt.

NOAYeast SC unterliegt einer ständigen analytischen Kontrolle wobei immer auch auf Harnstoff und Ammoniumstickstoff untersucht wird. Dank der vorhandenen Mühlentechnik (Hammermühle und Kugelmühle) können in einer fraktionierten Vermahlung eine gröbere, silogängige Hefe sowie eine extrafeine Hefe für spezielle Anwendungszwecke angeboten werden.

Kombinationen von Hefe mit spezifischen Faserträgern.

Als erstes Produkt dieser Reihe wurde bereits auf der Eurotier 2016 unser  Ergänzungsfuttermittel NOAYeast AF+ vorgestellt. Hierfür wird die Vollhefe mit speziell ausgewähltem, nicht entpektinisierten Apfeltrester kombiniert. Das Ergänzungsfuttermittel ist durch 21% Rohprotein (davon min. 18% aus Hefe) und 21% Rohfaser mit einem physiologisch günstigen Verhältnis von NDF, ADF und Lignocellulose gekennzeichnet. Damit empfiehlt sich NOAYeast AF+ besonders für die Sauenfütterung aber auch als weitgehend getreidefreies Hefe/Faserprodukt für die Pferdefütterung. NOAYeast AF+ ist durch seine hohe Wasserbindekapazität von 1:5 auch hervorragend geeignet um als Träger für flüssige Komponenten wie Öle oder Vitamine zu fungieren. 

Neben Apfelfaser bieten wir auch Rübenschnitzel, Zichorienwurzel (Inulin) und Malzkeime (NOAYeast MK) als Faserkomponenten in unseren NOAYeast-Hefe/Faserprodukten an.

Individuelle Mischungen von Hefe mit einem oder mehreren dieser Faserträger sind auf Anfrage auch mit Private Label erhältlich. Für diese Ergänzungsfuttermittel können wir auch echte Bierhefe einsetzen. 

Hier gelangen Sie zu unseren Hefeprodukten.

NOSICID®-Trockensäuren – Vorteile der Calciumcitrat-Technologie

Unsere trockenen NOSICID®-Säuremischungen werden auf einem innovativen, funktionellen Träger (Calciumcitrat anhydrat) angeboten. Das Calciumsalz der Zitronensäure bietet viele Vorteile. Calciumcitrat nimmt pro Volumeneinheit etwas mehr Flüssigkeit auf als z.B. Silika. So können auf 35% Träger je nach Säureart bis zu 68v% Flüssigsäure gebunden werden. Die verfügbare pH-aktive Säuremenge erhöht sich zusätzlich um rund 8-10% Zitronensäure aus dem Calciumcitrat-Träger.

Individuelle Lösungen:

Bei der eingesetzten Calciumcitrat-Technologie sind die verwendeten Flüssigsäuren individuell nach Kundenwünschen wählbar. Eine Komposition von Flüssigsäuren auf Calciumcitrat mit weiteren trockenen Säuren wie Sorbinsäure, Benzoesäure (z.B. NOSICID® ABM) oder Fumarsäure ist möglich. Die Ergänzungen mit mittelkettigen Fettsäuren, Butyraten oder phytogenen Extrakten (z.B. NOSICID® TopAcid Plus) bieten wir ebenfalls an. So sind problemorientierte Produkte für den Landhandel ebenso möglich wie eine Optimierung von Dosierzellen und Lagerflächen im Futterwerk.

 

Herstellung und Vorteile:

Das Calciumcitrat wird in einem innovativen Prozess am Anfang des Herstellungszyklus wasserfrei erzeugt. Die aufgebrachten flüssigen Säuren binden auf molekularer Ebene; mögliche Andockstellen für Hydratwasser werden besetzt. Ein Verklumpen durch Ausbildung einer Hydrathülle oder Kreuzvernetzung mit Mineralien, Zuckern oder Proteinen wird deutlich reduziert. Das hat besonders in Prestartern oder anderen konzentrierten Futtertypen sowie in Mineralfuttern technische Vorteile (weniger Brückenbildung in Mikrodosiereinheiten oder automatischen Fütterungssystemen). Der Calciumcitrat-Träger ist darüber hinaus vollständig löslich.

Trockenen NOSICID®-Säuren auf funktionellem Träger ermöglichen eine verbesserte Infektionsbarriere im Magen. Calciumcitrat hat einen pH-Wert von 3,5 – 4,5. Der Träger liefert Protonen (H+) in das Gleichgewicht des Futterbreis und unterstützt so die Aktivität anderer Säuren. Daneben ist Calciumcitrat eine hoch verfügbare Calciumquelle (ca. 22%) und macht damit basisches Calciumformiat (pH 8 – 9) weitestgehend überflüssig.

Da die flüssigen Säuren auf molekularer Ebene gebunden werden und nicht nur in einer inerten, porösen Struktur eingelagert werden, gibt es bei NOSICID®-Säuren auf funktinellem Träger praktisch keine Aktivitätsverluste durch Ausgasung. Das macht unsere Trockensäuren lagerstabil und sehr anwenderfreundlich.

Durch die doppelte Funktion als Lieferant von Zitronensäure und hoch verfügbarem Calcium, sind unsere trockenen NOSICID®-Säuren praktisch trägerlos. Die Calciumcitrat-Technologie ermöglicht die Herstellung konzentrierter Trockensäuren mit einzigartigen technischen Eigenschaften. Die innovativen Trockensäuren sind auch als Private Label erhältlich.

Unsere trockenen NOSICID®-Säuren finden Sie hier.

Pflanzliche Polyphenole in der Jungtieraufzucht - Viel mehr als Vitamin E Substitution

Polyphenole in der Jungtieraufzucht – Mehr Stabilität und Uniformität

Die Tierhaltung steht unter ständiger Beobachtung durch Regierungsstellen, Presse und NGOs. Neben den Haltungsbedingungen steht die Tiergesundheit regelmäßig auf dem Prüfstand. Spätestens seid der Antibiotikareduktionsstrategie DART 2020 des Bundes (2015) sind neue Denkansätze in der Fütterung und beim Einsatz von gesundheitsstabilisierenden Komponenten gefragt.

Sekundäre Pflanzenstoffe wie ätherische Öle und antioxidative natürliche Polyphenole sind eine ökonomisch interessante Möglichkeit dem Rechnung zu tragen. Wissenschaftliche Veröffentlichungen aus dem letzten Jahrzehnt berichten über eine signifikante in-vivo-Aktivität von Polyphenolen im Hinblick auf die Verbesserung von Wachstum, Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere. Ebenso wurde nachgewiesen, dass über das Futter zugeführte Antioxidantien zur Verbesserung der Ernährungs- und sensorischen Qualität sowie Haltbarkeit von Fleischprodukten beitragen .

Wissenschaftliche Versuche und Praxiserfahrungen aus mehr als 10 Jahren Anwendung belegen die guten Resultate von Polyphenolen in der Tierernährung bezüglich Gesundheit, Leistung und Kostenaufwand. Drei jüngere Universitätsversuche zu den Polyphenolprodukten NoxiFerm™ und Cabanin® CSD des Herstellers R2 Agro seinen hier näher vorgestellt.

Cabanin® CSDZusatznutzen durch teilweisen Austausch von Vitamin E bei Absetzferkeln (Feedmagazine, Ausgabe 05/06 2017)

NoxiFerm™Darmgesundheit und Leistung bei Absatzferkeln (Feedmagazine, Ausgabe 05/06 2018)

Cabanin® CSDVorteilhafter Vitamin-E-Ersatz bei Masthähnchen bestätigt (Feedmagazine, Ausgabe 08/09 2019)

Leinextrudat - Die nachwachsende pflanzliche Omega-3-Quelle

Durch Extrusion können fett- und stärkereiche Futtermittel wie unsere Nutex-Leinextrudate aufgeschlossen und in ihrer Textur verändert werden. Die Rohstoffmischung wird nach einer Konditionierung (Dampf) in einer Schnecke unter hohem Druck (5-6 bar) zu einer homogenen Masse geformt und erreicht dabei kurzzeitig (30-40 Sekunden) eine Temperatur von ca. 110-150°C. Diese Behandlung reduziert außerdem in hohem Maße das Risiko der Verschleppung bakterieller und viraler Krankheitserreger durch das Futter.

Der Extrusionsprozess sorgt für einen hervorragenden Stärkeaufschluss und die Fixierung von nanofeinen Fettvesikeln in der Stärkematrix. NUTEX-Leinextrudate weisen dadurch eine hohe Energiedichte auf. Die wertvollen Omega-3-Fettsäuren haben eine hohe Bioverfügbarkeit da sie durch Komplexierung mit den hoch verdaulichen Kohlenhydraten besser vor Oxidation geschützt sind als Fette in Leinkuchen oder gequetschter Leinsaat. Das Öl kann im Extrudat sehr konzentriert (210-350 g/kg) fixiert werden und ist in dieser Form leicht und hygienisch zu verarbeiten.

Die Extrusion erhöht signifikant die Verdaulichkeit und trägt zur Nährstoffeffizient bei, kann aber auch genutzt werden um physikalisch den UDP-Wert von Proteinträgern für die Rinderfütterung zu erhöhen. Durch die Extrusion werden aber auch antinutritive Faktoren aus dem Lein, u.a. cyanide Glycoside (Blausäure) und Linatin (Hydrazin-Derivat), weitestgehend eliminiert.

Leinsaat ist die pflanzliche Alternative zu Fischöl als Quelle für Omega-3-Fettsäuren.

Leinöl hat in wissenschaftlichen Studien und der praktischen Anwendung wiederholt eine Verbesserung der Fruchtbarkeit sowie eine ausgleichende Funktion im Immunsystem und bei Entzündungsprozessen gezeigt. Der hauptsächliche Effekt wurde auf die enthaltene alpha-Linolensäure zurückgeführt. Die Schleimstoffe des Leinsamens tragen außerdem zu einer optimalen Kotkonsistenz und Darmperistaltik bei; wichtige Faktoren für Sauen während der Geburt, Absetzferkel aber auch für Mastgeflügel und Legehennen.

Die Klassischen Nutex-Leinextrudate auf Weizen- oder Maisbasis sind flexibel bei allen Nutztierarten, Pferden und Heimtieren einsetzbar. Der Einsatz des Extruders ermöglicht darüber hinaus die Kombination von Leinsaat mit getreidefreien Faserträgern, anderen Ölsaaten und -schroten oder auch funktionellen Komponenten wie Prebiotika und sekundären Pflanzenstoffen.

Hier gelangen Sie zu unseren Leinextrudaten.

Linafiber - Mehrwert für Sauen und Ferkel

Linafiber – „3 in 1-Lösung“ für die moderne Schweinefütterung

Linafiber ist ein funktionelles Extrudat und verbindet in einem Ergänzungsfuttermittel die Vorteile von Leinsamen (Omega-3) mit Chicoreefaser (Inulin) und einem energiereichen Zuckersirup. Neben dem bekannt positiven Einsatz von Leinsaat in der Sauenfütterung zeigt sich mehr und mehr ein sichtbarer Langzeiteffekt in der Ferkelaufzucht. Die positive Beeinflussung der Dickdarmverdauung empfiehlt auch den Einsatz in der Vormast.

Unmittelbarer praktischer Nutzen

  • Optimierte Energieversorgung der Sau, bessere Konstitution/Fruchtbarkeit
  • Kürzere Geburtsdauer, mehr lebend geborene Ferkel
  • Höhere Ferkelvitalität und schnellere Regeneration der Sau nach der Geburt
  • Schnellere und bessere Kolostrumaufnahme
  • Höhere Geburtsgewichte, homogenere Wurfentwicklung
  • Mehr abgesetzte Ferkel

 

Lesen Sie hier mehr über die Eigenschaften von Linafiber und die Vorteile in der Sauenfütterung.