Spezialrohstoffe – Hintergründe, Studien, Mehrwert

Spezialrohstoffe – Hintergründe, Studien, Mehrwert

Spezialrohstoffe mit Funktion„, so lautet unser Motto seit vielen Jahren. Futterrohstoffe dienen nämlich nicht allein der Nährstoffversorgung. Viele primäre Nährstoffe haben entscheidende sekundäre Eigenschaften im Organismus der Tiere. Die Rohstoffaufbereitung bzw. das Herstellungsverfahren hat großen Einfluss auf die Verdaulichkeit und die funktionalen Eigenschaften von Futtermittelrohstoffen.

Moderne Fütterungskonzepte erfordern eine große Sorgfalt bei der Rohstoffauswahl. Neben der Produktsicherheit sind daher für uns bei NOACK Kriterien wie eine hohe Nährstoffdichte, eine exzellente Verdaulichkeit, weitgehend reduzierte antinutritive Faktoren sowie mögliche gesundheitsstabilisierende und leistungsfördernde Eigenschaften entscheidend bei der Wahl der angebotenen Futtermittel.

Für die leistungsgerechte Fütterung hat außerdem die Darmgesundheit einen bedeutenden Stellenwert, da nur so ein gutes Absorptionsvermögen des Darms sichergestellt ist. Das hohe genetische Potential moderner Zuchtlinien kann nur unter optimalen Bedingungen ausgeschöpft werden. Je nach Tierart, Lebensabschnitt und Produktionsziel empfehlen wir geeignete Einzel- und Ergänzungsfuttermittel sowie Rohstoffe mit speziellen Funktionen.

Bereits in der Jungtierfütterung werden mit der geschickten Auswahl der Protein-, Fett- und Kohlenhydratträger die Weichen für gesundes Wachstum gestellt. Ausgesuchte Säuremischungen zur zielgerichteten Krankheitsprophylaxe und für eine optimale Verdauung sowie sekundäre Pflanzenstoffe (ätherische Öle, Polyphenole) und Präbiotika (Pektine, Inulin, FOS) ergänzen sinnvoll die angebotenen Nährstoffkomponenten und verbessern die effiziente Nährstoffausnutzung und steigern die Profitabilität.

Mit unseren Spezialrohstoffen unterstützen wir Sie bei der Konzeption von Futterlinien mit Alleinstellungsmerkmalen. Werden Sie unterscheidbar.

Sprechen Sie uns an.

Spezialrohstoffe mit Funktion:

Sojaproteinkonzentrat – Besser als Sojaschrot/-feinmehl in der Jungtierfütterung

Seit Jahrzehnten wird Soja in Form von Sojamehl und Sojaextraktionsschrot vor allem in Schweine- und Geflügelfutter eingesetzt. Dabei liegt der entscheidende Fokus auf dem günstigen Nährstoffprofil und der für pflanzliche  Proteinträger hohen Verdaulichkeit. Sojabohnen enthalten bekanntlich aber auch antinutritive Faktoren (ANF) die sich nicht nur negativ auf die Verdaulichkeit auswirken. Das Verfüttern von unbehandeltem oder von gering verarbeitetem Sojaprotein führt bei Jungtieren nachweislich zu negativen morphologischen und physiologischen Veränderungen im Darm und kann zu einer übersteigerten Immunantwort führen.

Sojaproteinkonzentrat bietet eine exzellente Verdaulichkeit und enthält nur eine minimale Menge an antinutritiven Faktoren.

Die antinutritiven Faktoren lassen sich in thermolabile und thermostabile Komponenten unterteilen.

Der bekannteste ANF ist der Trypsininhibitor, welcher durch eine thermische Behandlung relativ leicht zu inaktivieren ist. Andere ANF wie die Oligosaccharide Raffinose und Stachiose (spezifische Nicht-Stärke-Polysaccharide) sowie die antigenen Proteine Glycinin und β-Conglycinin sind sehr thermostabil.

Thermische Prozesse wie Toasting, Dampf-Konditionierung und Extrusion oder eine Fermentation von Sojaschrot bringen keine ausreichende Reduzierung der thermostabilen antinutritiven Faktoren vor dem Hintergrund der Verwendung in der Jungtierfütterung.

Durch das mehrstufige Herstellungsverfahren von SPC erhöht sich nicht nur dessen Proteingehalt relativ zum HP48-Schrot um +28,5% sondern es werden gleichzeitig die ANF auf ein Minimum reduziert. Die massive ANF-Reduktion ist ein entscheidender Beitrag zur durchschnittlich um +8% höheren Verdaulichkeit gegenüber HP48.

Im Herstellungsprozess von Sojaproteinkonzentrat werden im ersten Schritt die Sojabohnen geschält, aufgebrochen, konditioniert und flockiert. Anschließend wird das Produkt durch Hexanextraktion entölt. Das Hexan wird kontrolliert abgedampft. Soweit entspricht der SPC-Ablauf der Herstellung von Sojaextraktionsschrot. Für das Schrot erfolgt nun die Inaktivierung der hitzelabilen ANF (Trypsininhibitor) durch Toasting. Beim Sojaschrot gibt es ein größeres Risiko für Proteindenaturierung durch Maillard-Reaktion aufgrund des höheren Kohlenhydratgehaltes gegenüber SPC.

Im SPC-Verfahren wird im folgenden Schritt eine Ethanolextraktion durchgeführt, wodurch auch die hitzebeständigen ANF weitestgehend aus dem Sojaproteinkonzentrat entfernt werden. Die Entfernung der löslicher Kohlenhydrate und der NSP-Oligosaccharide sowie von Glycinin und β-Conglycinin führt zu einer signifikanten Erhöhung des Nährwerts und der Verdaulichkeit. Am Ende der SPC-Herstellung erfolgt die Hitzebehandlung zur Inaktivierung des Trypsininhibitors. Durch die zuvor erfolgte Auswaschung der löslichen Zucker kommt es beim Toasten des SPC nur zu einer geringen Denaturierung der wertvollen Aminosäuren durch Maillard-Reaktion.

SPC unterscheidet sich also deutlich von Sojaschrot/-mehl, da es nur noch Spuren der schädlichen Oligosaccharide und der antigenen Substanzen Glycinin und β-Conglycinin enthält und allgemein die biologische Proteinverdaulichkeit höher ist. Somit kann es uneingeschränkt für den Einsatz in Milchaustauschern und Jungtierfuttern für Kälber, Ferkel, Küken sowie Pelztiere und in der Aquakultur empfohlen werden.

Qualität von Sojaproteinkonzentrat

Es ist wichtig zu wissen, dass durch die Ethanolbehandlung die Löslichkeit der Proteine spürbar reduziert wird. Dies liegt in der Veränderung der strukturellen Konformation der Proteine begründet und nicht in einer Denaturierung der Aminosäuren. Durch die teilweise Linearisierung der Aminosäureketten werden diese sogar schneller enzymatisch abbaubar. Im Gegenzug können der KOH- und PDI-Test nicht zur Beurteilung der Qualität von Sojaproteinkonzentrat herangezogen werden. Der niedrige Gehalt an antinutritiven Faktoren und eine hohe Lysin-Verdaulichkeit können als Maßstab herangezogen werden.

Hier gelangen Sie zu unseren Sojaproteinkonzentraten.

JPC 56 & FMR Ω - Bedeutung von praecaecal verdaulichem Protein in der Jungtierfütterung

Viele Futterhersteller kalkulieren immer noch mit den Kosten pro Prozent Rohprotein bei der Futterformulierung. In einigen Ländern schreiben nationale Vorschriften sogar einen Mindest-Rohproteingehalt in den Tierfutterformulierungen vor. Doch wie sinnvoll ist dieser Betrachtungsansatz überhaupt?

Der Rohproteinwert gibt keinerlei Hinweis auf den Nährwert eines Proteins, weshalb diese Zahl für die Bewertung in der Formulierung eigentlich ungeeignet ist. Ohne Berücksichtigung der praecaecalen Aminosäureverdaulichkeit, kann es schnell zu einer Überversorgung mit Protein und dadurch zu Durchfällen kommen. Aus diesem Grund wird eine proteinarme, auf Aminosäureebene formulierte Futterration als wichtiger Präventionsfaktor von Ferkel-Diarrhoe empfohlen.

Lesen Sie im Artikel „Alles über die Verdaulichkeit von Aminosäuren” Erläuterungen zur Aussagekraft der einzelnen Methoden zur Bestimmung der Proteinverdaulichkeit und eine Gegenüberstellung der  Proteinverdaulichkeit häufig in Jungtierfuttern verwendeter Proteinträger.

Eine hohe praecaecale Verdaulichkeit reduziert das Risiko der Vermehrung „schlechter“ Bakterien im Dickdarm! Das beugt Durchfällen und Infektionen vor, verbessert die Darmgesundheit und allgemeine Tiergesundheit eröffnet das genetische Leistungspotential der Tiere. Eine effiziente, gesundheitsfördernde Futterformulierung streng nach Verdaulichkeit ist auch für die mittlerweile zahlreichen Antibiotika-Reduktionsprogramme von entscheidender Bedeutung.

JPC 56 und FMR Ω von unserem Partner Joosten sind Proteinkonzentrate auf Basis ausgesuchter Spitzenqualitäten von Sojaproteinkonzentrat und Premiumqualitäten von Weizen- und Erbsenprotein. Sie basieren auf dem Konzept des idealen Proteins mit einem Aminosäuremuster welches gezielt den Anforderungen von Jungtieren gerecht wird. Die Proteinträger haben eine nachgewiesene praecaecale Verdaulichkeit von 98,8 bzw. 96,3% und liefern hohe Gehalte an Lysin und Glutamin. FMR Ω bietet zusätzlich antientzündliche Omega-3-Fettsäuren (EPA, DHA) aus Lachsöl.

Im Artikel „Entwicklungsgerechte Jungtieraufzucht“ lesen Sie welche gesundheitsfördernden Eigenschaften die beiden Joosten-Proteinkonzentrate JPC 56 und FMR Ω3 haben und wie sich diese Aspekte in bessere Darmgesundheit, höhere Widerstandskraft gegen Infektionen und eine stabile Leistung in der Jungtieraufzucht übersetzen.

Und bei Fragen kontaktieren Sie uns oder wählen 📞 02581-44454

OVOLIN 48 - Volleipulver liefert Umami und Immunglobuline im Ferkelfutter

Tierische Proteinträger werden seit vielen Jahren im Ferkelfutter eingesetzt, sind aber auch in Starterfuttern für Mastgeflügel zu finden. Hinter dem Einsatz stehen einerseits Strategien zur Steigerung der Futteraufnahme durch das attraktive Umami-Aroma als auch zur Förderung der Tiergesundheit durch bioaktive Komponenten. Der zunehmende Einsatz von Blutprodukten und Mukosahydrolysat im Bereich der Heimtiernahrung führt zu einer spürbar rückläufigen Verfügbarkeit und oft unattraktiven Preisen für den Nutztierbereich.

OVOLIN 48 Volleipulver ist eine ökonomisch interessante Alternative mit hoher Schmackhaftigkeit und sichtbaren Gesundheitseffekten

OVOLIN 48 ist ein physiologisch und gesundheitlich wertvolles Futtermittel mit einer sehr hohen biologischen Verdaulichkeit von Proteinen und Fetten. Bei der Auswahl von Eipulver für die Jungtierfütterung muss aber unbedingt auf den Gehalt an biogenen Aminen geachtet werden. Wird Eipulver aus Überschussbeständen, Brucheiern oder Supermarktrückläufern hergestellt, kann dieses aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses stark mit biogenen Aminen belastet sein. In Abhängigkeit von der Konzentration führen biogene Amine zu physiologischen Störungen, einer Förderung entzündlicher Prozesse und zu Durchfällen mit erhöhter Mortalität. Für die OVOLIN 48 Volleiprodukte werden überwiegend unbefruchtete Bruteiern („Schiereier“) verwendet, die immer frisch verarbeitet werden. Die Elterntiere unterliegen einem umfassenden Impfregime und deren Eier weisen daher besonders hohe Gehalte an Immunglobulinen (IgY) auf. Gesundheitsfördernd sind aber auch die enthaltenen antimikrobiellen Proteine wie z.B. Lysozym.

Für Eiprodukte gibt es, obwohl KAT3, keine Spezies-, Verarbeitungs- oder Lagerbeschränkungen.

Der Einsatz von Vollei konnte wiederholt die Inzidenz und Schwere von Durchfällen bei Ferkeln und Kälbern reduzieren. In einem Praxisversuch bei Absetzferkeln zeigte Volleipulver aus „Schiereiern“ innerhalb von vier Tagen vergleichbare Ergebnisse bei der Reduktion starker und mittelstarker Absetzdurchfälle wie ein Antikörperprodukt aus Eiern spezifisch immunisierter Hennen. Amerikanische Praxisversuche mit Volleipulver aus „Schiereiern“ zeigten besonders bei früh-abgesetzten Ferkeln einen Rückgang der Mortalität und eine bessere Futteraufnahme und Gewichtsentwicklung. Diese Versuche mit 16 Tage alten Ferkeln belegen enorm bessere Tageszunahmen und Futterverwertung in den ersten Wochen im Flatdeck. Die Autoren begründen dies mit der exzellenten Verdaulichkeit des Volleipulvers und einem stabileren allgemeinen Gesundheitsstatus der Ferkel.

 

Lesen Sie auch unseren Artikel „Gesundheitsaspekte von Volleipulver“ aus der Ausgabe 5/6 2021 des Feedmagazine/Kraftfutter.

Hier gelangen Sie zur Produktseite vom OVOLIN 48.

 

Hefen in der Tierernährung - Vielfältige Effekte nachgewiesen

Hefe ist ein multifunktionales Futtermittel. Neben dem tierähnlichen Aminosäuremuster liefert Hefe viele physiologisch interessante Inhaltsstoffe. Darunter sind Vitamine, organisch gebundene Spurenelemente, Nukleotide und spezifische Kohlenhydrate (Mannane/Glucane) aus der Hefezellwand. Eine hochwertige, gut kontrollierte Futterhefe wie NOAYeast SC unterscheidet sich in den bioaktiven Inhaltsstoffen nur marginal von Bierhefe und kann diese als Nährstoff ersetzen. Durch die mittelfeine Mehlstruktur ist die NOAYeast SC hervorragend silogängig und eignet sich auch sehr gut für die Verwendung in Mikrodosieranlagen. Verklumpungen oder Brückenbildung die bei sprühgetrockneter Bierhefe in solchen Systemen auftreten können, werden mit NOAYeast SC wirkungsvoll vermieden. Auch ein „Hartwerden“ über die Lagerung passiert mit NOAYeast SC nicht.

Aufgrund des Umami-Aromas (hoher Glutaminsäuregehalt) und dem nicht Vorhandensein von bitterem Hopfenextrakt, hat NOAYeast SC Vollhefe einen sehr attraktiven Geschmack. In Ferkelfuttern bietet NOAYeast SC daher bei hohen Dosierungen eine bessere Akzeptanz als Bierhefe und ist dabei auch noch deutlich günstiger. NOAYeast SC ist eine Vollhefe, da die getrocknete Saccharomyces cerevisiae sämtliche löslichen Inhaltsstoffe des Zellsaftes und alle Zellwandkomponenten enthält. Bierhefe hingegen besteht überwiegend aus lysierten Hefezellen (Läuterschlempe) deren lösliche Inhaltstoffe in das Bier übergehen. Die Thermoinaktivierung von NOAYeast SC nach der kontrollierten Vermehrung wird sehr schonend durchgeführt und induziert eine teilweise Autolyse der Hefezellen. Durch den modernen, zweistufigen Trocknungsprozess wird eine Denaturierung der Hefe weitgehend vermieden. Die wertvollen Inhaltsstoffe gelangen so größtenteils in der nativen Form in das fertige Produkt.

NOAYeast SC liefert mindestens 7% freie Glucane und Mannanoligosaccharide (MOS). Innerhalb der empfohlenen Dosierung liefert NOAYeast SC damit äquivalente Mengen an Glucanen/MOS wie spezifische Hefezellwandprodukte in deren empfohlener Einsatzrate.

Daneben offerieren wir mit NOAYeast AF+ und NOAYeast MK zwei Hefe/Faser-Kombinationen. NOAYeast AF+ bietet als Kombination von Hefe und Apfelfaser neben den bioaktiven Inhaltsstoffen eine sehr gute Geschmacklichkeit und fördert damit die Futteraufnahme. Das Produkt ist ideal als Protein- und Faserergänzer in der Sauenhaltung und eignet sich auch hervorragend für die Verwendung in Pferdefutter oder als nährstoffreicher Träger für flüssige Komponenten. NOAYeast MK ist eine klassische Kombinationen von Hefe mit Malzkeimen. Auf Anfrage sind auch individuelle Hefe/Faser-Kombinationen möglich.

Alle NOAYeast Hefen sind nicht gentechnisch verändert und damit VLOG-geeignet.

Fragen Sie uns zu den Einsatzmöglichkeiten.

Pflanzliche Polyphenole in der Jungtieraufzucht - Viel mehr als Vitamin E Substitution

Polyphenole in der Jungtieraufzucht – Mehr Stabilität und Uniformität

Die Tierhaltung steht unter ständiger Beobachtung durch Regierungsstellen, Presse und NGOs. Neben den Haltungsbedingungen steht die Tiergesundheit regelmäßig auf dem Prüfstand. Spätestens seid der Antibiotikareduktionsstrategie DART 2020 des Bundes (2015) ein Paradigmenwechsel in der Fütterung notwendig und der Einsatz von gesundheitsstabilisierenden Komponenten gefragt.

Sekundäre Pflanzenstoffe wie ätherische Öle und antioxidative natürliche Polyphenole sind eine ökonomisch interessante Möglichkeit dem Rechnung zu tragen. Wissenschaftliche Veröffentlichungen aus dem letzten Jahrzehnt berichten über eine signifikante in-vivo-Aktivität von Polyphenolen im Hinblick auf die Verbesserung von Wachstum, Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere. Ebenso wurde nachgewiesen, dass über das Futter zugeführte Antioxidantien zur Verbesserung der Ernährungs- und sensorischen Qualität sowie Haltbarkeit von Fleischprodukten beitragen .

Wissenschaftliche Versuche und Praxiserfahrungen aus mehr als 10 Jahren Anwendung belegen die guten Resultate von Polyphenolen in der Tierernährung bezüglich Gesundheit, Leistung und Kostenaufwand. Drei jüngere Universitätsversuche zu den Polyphenolprodukten NoxiFerm™ und Cabanin® CSD des Herstellers R2 Agro seinen hier näher vorgestellt.

Cabanin® CSDZusatznutzen durch teilweisen Austausch von Vitamin E bei Absetzferkeln (Feedmagazine, Ausgabe 05/06 2017)

NoxiFerm™Darmgesundheit und Leistung bei Absatzferkeln (Feedmagazine, Ausgabe 05/06 2018)

Cabanin® CSDVorteilhafter Vitamin-E-Ersatz bei Masthähnchen bestätigt (Feedmagazine, Ausgabe 08/09 2019)

Leinextrudat - Die nachwachsende pflanzliche Omega-3-Quelle

Durch Extrusion können fett- und stärkereiche Futtermittel wie unsere Nutex-Leinextrudate aufgeschlossen und in ihrer Textur verändert werden. Die Rohstoffmischung wird nach einer Konditionierung (Dampf) in einer Schnecke unter hohem Druck (5-6 bar) zu einer homogenen Masse geformt und erreicht dabei kurzzeitig (30-40 Sekunden) eine Temperatur von ca. 110-150°C. Diese Behandlung reduziert außerdem in hohem Maße das Risiko der Verschleppung bakterieller und viraler Krankheitserreger durch das Futter.

Der Extrusionsprozess sorgt für einen hervorragenden Stärkeaufschluss und die Fixierung von nanofeinen Fettvesikeln in der Stärkematrix. NUTEX-Leinextrudate weisen dadurch eine hohe Energiedichte auf. Die wertvollen Omega-3-Fettsäuren haben eine hohe Bioverfügbarkeit da sie durch Komplexierung mit den hoch verdaulichen Kohlenhydraten besser vor Oxidation geschützt sind als Fette in Leinkuchen oder gequetschter Leinsaat. Das Öl kann im Extrudat sehr konzentriert (210-350 g/kg) fixiert werden und ist in dieser Form leicht und hygienisch zu verarbeiten.

Die Extrusion erhöht signifikant die Verdaulichkeit und trägt zur Nährstoffeffizient bei, kann aber auch genutzt werden um physikalisch den UDP-Wert von Proteinträgern für die Rinderfütterung zu erhöhen. Durch die Extrusion werden aber auch antinutritive Faktoren aus dem Lein, u.a. cyanide Glycoside (Blausäure) und Linatin (Hydrazin-Derivat), weitestgehend eliminiert.

Leinsaat ist die pflanzliche Alternative zu Fischöl als Quelle für Omega-3-Fettsäuren.

Leinöl hat in wissenschaftlichen Studien und der praktischen Anwendung wiederholt eine Verbesserung der Fruchtbarkeit sowie eine ausgleichende Funktion im Immunsystem und bei Entzündungsprozessen gezeigt. Der hauptsächliche Effekt wurde auf die enthaltene alpha-Linolensäure zurückgeführt. Die Schleimstoffe des Leinsamens tragen außerdem zu einer optimalen Kotkonsistenz und Darmperistaltik bei; wichtige Faktoren für Sauen während der Geburt, Absetzferkel aber auch für Mastgeflügel und Legehennen.

Die Klassischen Nutex-Leinextrudate auf Weizen- oder Maisbasis sind flexibel bei allen Nutztierarten, Pferden und Heimtieren einsetzbar. Der Einsatz des Extruders ermöglicht darüber hinaus die Kombination von Leinsaat mit getreidefreien Faserträgern, anderen Ölsaaten und -schroten oder auch funktionellen Komponenten wie Prebiotika und sekundären Pflanzenstoffen.

Hier gelangen Sie zu unseren Leinextrudaten.

Linafiber - Mehrwert für Sauen und Ferkel

Linafiber – „3 in 1-Lösung“ für die moderne Schweinefütterung

Linafiber ist ein funktionelles Extrudat und verbindet in einem Ergänzungsfuttermittel die Vorteile von Leinsamen (Omega-3) mit Chicoreefaser (Inulin) und einem energiereichen Zuckersirup. Neben dem bekannt positiven Einsatz von Leinsaat in der Sauenfütterung zeigt sich mehr und mehr ein sichtbarer Langzeiteffekt in der Ferkelaufzucht. Die positive Beeinflussung der Dickdarmverdauung empfiehlt auch den Einsatz in der Vormast.

Unmittelbarer praktischer Nutzen

  • Optimierte Energieversorgung der Sau, bessere Konstitution/Fruchtbarkeit
  • Kürzere Geburtsdauer, mehr lebend geborene Ferkel
  • Höhere Ferkelvitalität und schnellere Regeneration der Sau nach der Geburt
  • Schnellere und bessere Kolostrumaufnahme
  • Höhere Geburtsgewichte, homogenere Wurfentwicklung
  • Mehr abgesetzte Ferkel

 

Lesen Sie hier mehr über die Eigenschaften von Linafiber und die Vorteile in der Sauenfütterung.